Wichtige Informationen zu Minijobs im privaten Bereich


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Sind sind auf der Suche nach einem Minijob in einem privaten Haushalt und wissen nicht so recht, was Sie dabei beachten müssen? Kein Problem! Hier finden Sie alle relevanten Informationen zum Thema Minijobs im privaten Bereich. Egal, ob Sie als Haushaltshilfe, Hunde-Sitter, oder auch als Gärtner tätig sein möchten: Für alle, die einer geringfügigen Beschäftigung in einem Privathaushalt nachgehen, gelten die gleichen Bestimmungen.

Ein Minijob im privaten Bereich ist eine besondere Form der geringfügigen Beschäftigung. Denn diese werden vom Staat speziell gefördert. Neben Steuerermäßigungen sind auch die Pauschalabgaben nicht so hoch wie bei einer geringfügigen Beschäftigung im gewerblichen Bereich. Die Anmeldung erfolgt über den sogenannten Haushaltscheck. Dieser kann im Internet ausgefüllt werden und wird dann an die Minijob-Zentrale gesendet.

Die Meldung eines Minijobs im privaten Bereich

Die Anmeldung Ihres Minijobs in einem Privathaushalt erfolgt über den Arbeitgeber. Dieser meldet das Beschäftigungsverhältnis bei der Minijob-Zentrale an. Als Arbeitnehmer müssen Sie Ihrem Chef mitteilen, wenn Sie noch weitere Minijobs ausüben.

Mehrere Minijobs


Es ist möglich, mehr als einer geringfügigen Beschäftigung nachzugehen, allerdings muss der Arbeitgeber darüber informiert sein. Die monatliche Einkommensgrenze von 450 Euro muss bei der Zusammenrechnung mehrerer Minijobs eingehalten werden. Das Ausüben von mehr als einem Minijob bei dem selben Arbeitgeber, ist nicht möglich.

Der kurzfristige Minijob

Ebenso wie im gewerblichen Bereich ist auch eine kurzfristige Beschäftigung im privaten Bereich möglich. Dabei darf das Arbeitsverhältnis die Dauer von drei Monaten, oder 70 Arbeitstagen, nicht überschreiten.

Der Arbeitgeber

Bei einer geringfügigen Beschäftigung im privaten Bereich kommen als Arbeitgeber nur natürliche Personen in Frage. Keine Verbände, Gemeinschaften oder Verwaltungen. Lediglich Privatpersonen können einen Minijob im privaten Bereich über den Haushaltscheck anmelden.

Die Vergütung


Das Gehalt darf auch im privaten Bereich nicht mehr als im gewerblichen Bereich betragen. Dass bedeutet, dass ein regelmäßiges monatliches Einkommen die 450 Euro-Grenze nicht überschreiten darf. Welcher Betrag dabei jeden Monat genau gezahlt wird, ist egal, so lange die Grenze eingehalten wird. Das wichtigste ist, dass das Jahresgehalt 5.400 Euro nicht überschreiten darf.

Die Arbeitserlaubnis


Eine spezielle Arbeitserlaubnis benötigen Sie bei einer geringfügigen Beschäftigung im privaten Bereich nicht. Eine Ausnahme gilt nur für Bürger, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und außerhalb eines europäischen Staates kommen.

Rechte und Pflichten


Jeder Minijobber, egal ob im gewerblichen Bereich oder im privaten Bereich, verfügt über die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Das Arbeitsverhältnis in einem Minijob ist rechtlich gesehen mit einer Teilzeitbeschäftigung vergleichbar. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, all das steht auch Ihnen als geringfügig Beschäftigter im privaten Bereich zu. Weitere Informationen zu Ihren Rechten als Arbeitnehmer finden Sie hier:

--> Meine Rechte als Arbeitnehmer 

Der Arbeitsvertrag

Ein Arbeitsvertrag sollte bei jedem Arbeitsverhältnis geschlossen werden. Er bildet, neben den gesetzlichen Arbeitnehmerrechten eine weitere rechtliche Grundlage des Beschäftigungsverhältnisses. Darin können Vereinbarungen zu Kündigungsfrist, zu der Anzahl an bezahlten Urlaubstagen, und vieles mehr gemeinsam getroffen und festgehalten werden.

Die Beiträge


Arbeitgeber müssen für jeden Minijobber gewisse Pauschalbeiträge zahlen. Diese sind einzig und allein vom Arbeitgeber zu begleichen und können nicht vom Ihrem Gehalt abgezogen werden. Die Beiträge sind von Ihrem Arbeitgeber halbjährlich zu begleichen, jeweils am 31. Juli sowie am 31. Dezember.

Unfallschutz

Ihr Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, eine gesetzliche Unfallversicherung für Sie als Minijobber abzuschließen. Dies geschieht automatisch mit der Anmeldung des Beschäftigungsverhältnisses. Wie auch alle anderen Beiträge wird der Beitrag zur Unfallversicherung zweimal jährlich vom Konto des Arbeitgebers abgebucht.

Art der Arbeit

Minijobber im Privathaushalt dürfen lediglich Arbeiten übernehmen, die sonst auch ein Familienmitglied ausüben könnte. Dazu gehört zum Beispiel die Reinigung der Wohnung, die Zubereitung von Mahlzeiten, das Erledigen von Einkäufen, das Betreuen von Kindern oder Pflegebedürftigen. Auch leichte Gartenarbeiten oder Botengänge gehören dazu. Arbeiten, die hingegen sonst nur von Fachleuten gemacht werden, wie von Elektrikern, Maurern, etc. sind nicht erlaubt. Mehr Informationen erhalten Sie im Tätigkeiten-Katalog:

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