Steuern im Minijob


© wavebreakmedia / shutterstock.com
Auch als Minijobber unterliegt man der Steuerpflicht und kommt somit nicht am Fiskus vorbei. Unterschieden wird zwischen drei maßgeblichen Varianten.

1. 2% Pauschsteuer
2. Abwälzung der Pauschsteuer auf Sie
3. Pauschale Lohnsteuer von 20%.

2% Pauschsteuer? Was versteht man darunter? Sofern Sie keiner Hauptbeschäftigung nachgehen, sind die 2% der Satz, inkl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, welcher für das Entgelt des Minijobs anfällt. Dieser geringe Satz kann nur gewährleistet sein, wenn Sie sich nicht von den Rentenbeiträgen befreien lassen haben.

Abwälzung des Pauschalbetrages auf Sie als Arbeitnehmer? Achten Sie darauf, ob der ausgewiesene Lohn ein Brutto- oder Nettolohn ist. Davon lässt sich schnell ableiten, ob der Arbeitgeber Ihnen die 2% Pauschsteuer auferlegt oder ob er das übernimmt. Der Gesetzgeber hat sich dort nicht festgelegt. Fakt ist, dass die Minijob-Zentrale das Geld vom Arbeitgeber einzieht. Sofern Sie eine Einkommenssteuererklärung abgeben müssen, sei noch gesagt, dass die Pauschsteuer nicht abzusetzen ist. Gehen wir davon aus, Sie sind betroffen. Was tun? Letztlich können Sie sich zurücklehnen, sofern ihr Jahresbruttogehalt 8.354 Euro nicht übersteigt. Demnach sollten Sie sich für die individuellen Lohnsteuermerkmale entscheiden. Wird der Betrag jedoch überstiegen, haben Sie keine andere Wahl als den Abzug hinzunehmen.

Pauschale Lohnsteuer von 20%? Klingt viel? Ist es auch. Meistens trifft es die Arbeitnehmer, welche bereits einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Hierbei schlägt das Finanzamt am Anfang des Jahres zu, wenn Sie Ihre Lohnsteurerklärung abgeben. Aufgrund dessen wird der Beitrag auch nicht an die Minijob-Zentrale, sondern an das Finanzamt abgeführt. Betuppen funktioniert also nicht. Die berühmten 20% Prozent sollten demnach im Hinterkopf behalten werden, wenn das Geld des Minijobs eintrudelt.

von Anna K. D.

© pikselstock / shutterstock.com

 

© wavebreakmedia / www.shutterstock.com