Warum sich Schwarzarbeit nicht lohnt


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Geld kann man auf viele verschiedene Art und Weisen verdienen. Putzen, Zeitungen austragen, Botengänge erledigen, und so weiter. Da solche Tätigkeiten meist keine Hauptbeschäftigung darstellen, spricht man hier von einer geringfügigen Beschäftigung, einem sogenannten Minijob. Doch wann verschwimmen die Grenzen zwischen einem Minijob und Schwarzarbeit? Was liegt vor, wenn der Nachbarsjunge ab und zu beim Laubharken hilft und dafür ein kleines Taschengeld erhält? Oder man selbst ein mal in der Woche für seine ältere Nachbarin für ein geringes Entgelt den Einkauf erledigt? Ist das schon Schwarzarbeit? Wann Schwarzarbeit vorliegt und wann nicht, sowie welche Konsequenzen dabei sowohl als Arbeitnehmer als auch als Arbeitgeber drohen, erfahren Sie im Folgendem. 

Wann liegt Schwarzarbeit vor? 

Schwarzarbeit ist eine Form der Beschäftigung, bei der eine gesetzliche Anzeige oder Anmeldung nicht erfolgt. Aus diesem Grund werden weder Steuern noch Sozialabgaben eingezogen. Sobald Sie jemandem regelmäßig Geld geben, und sei es nur eine kleine Summe, dann besteht für denjenigen, der die Arbeit ausführt eine Gewinnerzielungsabsicht. Zum Beispiel beim Nachbarsjungen, der mit seinem Dienst sein Taschengeld aufstocken möchte. Hier einige Kriterien, anhand derer Sie feststellen können, ob Sie das Beschäftigungsverhältnis anmelden müssen: 

- Wenn eine dauerhafte und regelmäßige Tätigkeit ausgeübt wird 
- Wenn eine Gewinnerzielungsabsicht besteht 
- Wenn Sie jemanden für haushaltsnahe Dienstleistungen einstellen 

Sporadische Gewinnerzielungen, wie beispielsweise bei privaten Verkäufen auf Ebay, sind keine gewerblichen Tätigkeiten und müssen deshalb nicht angemeldet werden. Auch Freiberufler, die Ihre Tätigkeit dem Finanzamt gemeldet haben, sind nicht unter dem Aspekt der Schwarzarbeit zu betrachten. Auch Nachbarschaftshilfe kann geleistet werden, sofern nicht regelmäßig. 

Schwarzarbeit: Informationen für Arbeitgeber

Alle Aufgaben, die ein Familienmitglied erledigen könnte, sind anzumelden. Dazu zählt nicht nur das Putzen sondern auch das Bügeln, die Gartenarbeit, das Erledigen von Einkäufen und so weiter. Erledigt dies nur ab und zu jemand aus der Nachbarschaft, müssen Sie diese Person nicht bei der Minijob-Zentrale anmelden. Handelt es sich allerdings um eine Tätigkeit, die regelmäßig ausgeübt wird, beispielsweise alle zwei Wochen, dann handelt es sich um einen Minijob, den Sie anmelden müssen. Suchen Sie beispielsweise einen Studentin, die jedes zweite Wochenende einen Abend auf Ihre Kinder aufpassen soll, werden Sie offiziell gesehen zu einem Arbeitgeber im privaten Bereich

Vor allem im privaten Bereich melden viele Arbeitgeber Ihre Haushaltshilfe nicht an, um die Pauschalabgaben nicht zahlen zu müssen. Dabei können Arbeitgeber diese Abgaben selbst steuerlich absetzen. Werden Sie erwischt, dann droht nicht nur eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro. Sie müssen dann zusätzlich noch alle versäumten Steuern und Sozialabgaben für Ihren Minijobber nachzahlen. Die illegale Beschäftigung eines Minijobbers gilt als Ordnungswidrigkeit wie Steuerhinterziehung. 

Eine Anmeldung Ihres Minijobbers ist einfach und geht sehr schnell. Sie füllen einfach den sogenannten „Haushaltscheck“ der Minijob-Zentrale aus. Und das war es schon. Diese errechnet dann Ihre Pauschalabgaben und zieht diese von Ihrem Konto ab. Hier finden Sie weitere Informationen zum Haushaltscheck: https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/03_mj_in_privathaushalten/08_an_und_abmeldung/07_hhs_online/node.html rel"nofollow" 

Schwarzarbeit: Informationen für Arbeitnehmer 

Sollten Sie selbst schwarz beschäftigt sein, dann lassen Sie sich eine Vielzahl wichtiger Arbeitnehmerrechte entgehen. Denn nur gemeldete Minijobber sind gegen Unfälle versichert, haben Urlaubs- und Rentenansprüche, sowie weitere Vorteile. So zum Beispiel: Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Viele Minijobber erhalten ein kleines Weihnachtsgeld. Auch das entgeht Ihnen, wenn Sie nicht von Ihrem Arbeitgeber bei der Minijob-Zentrale angemeldet wurden. Sogar der Kündigungsschutz ist bei Schwarzarbeit nicht gegeben, weshalb diese Form der sogenannten Schattenbeschäftigung sehr viele Risiken für den Arbeitnehmer bedeuten. 

Weitere Risiken für Arbeitnehmer bei Schwarzarbeit: https://www.berufsstrategie.de/nachrichten-jobwelt-bewerbung/schwarzarbeit-risiken.php rel"nofollow" 

Das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung finden Sie hier: http://www.gesetze-im-internet.de/schwarzarbg_2004/index.html rel"nofollow"

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