Schwankendes Arbeitsentgelt im Minijob


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Wie sich jeder vom Grundsatz her denken kann, ist der 450 Euro Job, was den Verdienst betrifft, begrenzt. Folglich könnte gemutmaßt werden, dass die Grenze von 450 Euro im Monat nicht überschritten werden darf. Das allerdings, ist nur die halbe Wahrheit. Der Minijob wird für die Dauer der Beschäftigung, jedoch in den meisten Fällen für ein ganzes Kalenderjahr gezählt. Zur leichteren Veranschaulichung, ein kleines Beispiel für schwankendes Arbeitsentgelt.

Max Mustermann arbeitet nebenberuflich als Kassenwart eines Kinos. Er verdient von Januar – April 500 Euro monatlich. Dann kommen die ersten Sonnenstrahlen und die Leute zieht es mehr in die Biergärten und weniger in die Kinos. Infolgedessen beläuft sich sein Verdienst von Mai – November auf 350 Euro. Wiedererwarten, lockt der ein oder andere Blockbuster im Dezember jede Menge Besucher ins Kino und Max Mustermann verdient 620 Euro. In Summe kommt er somit auf einen Jahresverdienst von 5070 Euro. Folglich wird Max Mustermann nicht versicherungspflichtig, da der zu verdienende Jahresbetrag sich auf 5400 Euro beläuft.

Eine weitere Form ist das "erheblich schwankende Arbeitsentgelt". Verdient ein Arbeitnehmer auf Minijob-Basis in den Monaten März – Mai jeweils 1500 Euro und in der verbleibenden Zeit 100 Euro, kommt er genau auf die Jahreshöchstgrenze von 5400 Euro. Allerdings sieht der Gesetzgeber in diesem Fall vor, dass sich der Arbeitgeber schriftlich zu äußern hat, aus welchen Gründen derartige Schwankungen  auftreten. Eine Begründung könnte sein, dass in Urlaub-oder Krankheit vertreten wurde.

von Anna K. D.

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