Rentenversicherungsbeiträge beim Minijob


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Freiwilligenabgabe oder Pflichtprogramm? Alle Minijobber die vor dem 1. Januar 2013 ihre Beschäftigung aufgenommen haben und weiterhin bis zu 400 Euro verdienen, bleiben vom Abgabebetrag verschont. Der Arbeitgeber hingegen zahlt weiterhin die anfallenden 15%. Angesetzt ist ein Gesamtsatz von 18,9%. Hier lohnt es sich darüber nachzudenken, nicht doch die verbleibenden 3,9% zu zahlen, um als vollwertiger Beitragszahler zu gelten. Selbstverständlich kann auch nach wie vor eine Verzichtserklärung ausgefüllt werden und der Arbeitnehmer wird von dem Minimalbetrag befreit.

Jetzt könnte die Frage aufkommen, was bedeutet "vollwertiger Beitragszahler"? Dieser beinhaltet, dass beispielsweise ein früher Rentenbeginn möglich ist. Selbst die Inanspruchnahme der Riester-Rente ist realisierbar, was zur Folge hat, dass sich der Rentenanspruch erhöht (für 3,9%).

Hat man sich erst einmal gegen die Beitragszahlung entschieden, gibt es so schnell kein Zurück mehr. Gesetz den Fall, Arbeitnehmer X überlegt es sich innerhalb eines Jahres anders, hat er nicht die Möglichkeit beim selben Arbeitgeber zurückzurudern. Erst nach einer zweimonatigen Abwesenheit und einem Neuvertrag steht die Abfrage erneut im Raum. Wechselt dieser allerdings seinen Arbeitgeber, hat er ebenfalls die Chance die Entscheidung zu überdenken.
Selbstverständlich gilt das Ganze auch umgekehrt. So kann es sein, dass sich Arbeitnehmer Y für die Beitragszahlung entscheidet und es sich anschließend anderes überlegt. Hierbei gilt: Das Prozedere ist das Gleiche.

Ist alles unter Dach und Fach und die Entscheidung für die Beitragszahlung gefallen, hat der Arbeitnehmer damit nicht mehr viel am Hut. Der Arbeitgeber behält den Betrag im Vorfeld vom Arbeitsentgelt ein und führt diesem mit seinem Anteil an die Minijob-Zentrale ab.

von Anna K. D.