Mitarbeiter: Was muss ich bei der Einstellung von Minijobbern beachten?


© Monkey Business Images / shutterstock.com
Egal ob Selbstständige, Privatleute oder auch Unternehmen. Sie alle greifen auf der Suche nach Unterstützung gerne auf Minijobber zurück. Arbeitnehmer, die einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, sind gern gesehene Aushilfen, die überall dort zum Einsatz kommen, wo Not am Mann ist. Gleichzeitig können diese auch Tätigkeiten ausüben, für die es sich nicht lohnt, eine Vollzeitstelle auszuschreiben. Aber wie findet man den idealen Minijobber? Und worauf muss ein Arbeitgeber achten, wenn er einen Minijobber einstellt? Lesen Sie hier die Antworten auf diese und weitere wichtige Fragen zum Thema Minijobber einstellen.

Minijobber einstellen: Das müssen Sie beachten

Sowohl für Firmen oder Selbstständige, als auch für Arbeitgeber im privaten Bereich gelten bestimmte Grundregeln bei der Einstellung von Minijobbern. Die erste und wichtigste Regel, die Sie als Arbeitgeber beachten müssen, ist dass Ihr Arbeitnehmer regelmäßig höchstens 450 Euro im Monat verdienen darf. Gehaltsschwankungen je nach geleisteten Arbeitsstunden sind in Ordnung, doch muss darauf geachtet werden, ein maximales Jahresgehalt in Höhe von 5400 Euro nicht überschritten werden darf. Zusätzlich gilt, dass Sie den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunden zu zahlen haben. Ausgenommen von dieser Mindestlohn-Regel sind derzeit nur noch Pflichtpraktikanten und Zeitungszusteller, wobei sich auch dies in nächster Zukunft ändern kann.

Wenn Sie einen Minijobber einstellen möchten, müssen Sie als Arbeitgeber Pauschalabgaben zahlen. Es werden Abgaben für die Krankenversicherung berechnet, für die Rentenversicherung, aber auch Umlagen für den Krankheitsfall oder im Falle einer Schwangerschaft. Wer einen Minijob im gewerblichen Bereich zu vergeben hat, zahlt diese Pauschalbeiträge in Höhe von rund 30%. Arbeitgeber im privaten Bereich zahlen deutlich geringere Paulschalbeträge. Mehr Details zu diesem Thema gibt es hier: Pauschalbeiträge

Damit Sie genau wissen, welche Vereinbarungen getroffen wurden, empfehlen wir bei der Einstellung eines Minijobbers unbedingt einen Arbeitsvertrag aufzusetzen. Mit diesem Dokument haben Sie im Streitfall etwas in der Hand und können beweisen, welche gemeinsamen Vereinbarungen für das Arbeitsverhältnis gelten. Übrigens: Obwohl Minijobber nur Aushilfstätigkeiten ausüben, gelten Sie vor dem Gesetz als ganz normale Arbeitnehmer. Aus diesem Grund gelten auch für sie alle Arbeitnehmerrechte. Dass bedeutet für Sie ganz konkret: Eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, eine Kündigungsfrist und alle weiteren Rechte von Arbeitnehmern gelten auch für Ihren Minijobber.

Minijobber einstellen: Die Kosten

Sie fragen sich, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie einen Minijobber einstellen? Die Beschäftigung einer Aushilfskraft auf 450-Euro-Basis ist sehr unkompliziert und Bedarf nur einen sehr geringen bürokratischen Aufwand. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist Ihren Minijobber bei der Minijob-Zentrale anzumelden. Mit wenigen Klicks können Sie dies online tun: https://www.minijob-zentrale.de

Bei der Anmeldung Ihres Minijobbers kommen keinerlei Kosten auf Sie zu. Mit Hilfe dieses Beitragsrechners können Sie sich vorab anzeigen lassen, wie hoch die zu zahlenden Beiträge für Ihren Arbeitnehmer ausfallen, also auf welche Summe sich Ihre zu leistenden Pauschalbeiträge belaufen:
Minijob Rechner

So finden Sie einen geeigneten Minijobber

Wer auf der Suche nach einem neuen Mitarbeiter ist, hat es nicht immer leicht. In manchen Fällen trudelt erst nach Wochen eine Bewerbung ins Haus. Ist die Auswahl der Bewerber sehr klein, ist es schwierig, den richtigen Kandidaten zu finden. In anderen Fällen quillt der Schreibtisch über vor lauter Anschreiben. Doch kein einziger Bewerber entspricht den eigenen Vorstellungen. Damit Sie bei der Suche nach einem geeigneten Mitarbeiter verbesserte Erfolgsaussichten haben, finden Sie im Folgenden einige nützliche Tipps und wertvolle Informationen für Ihre Suche nach einem neuen Minijobber:

Die Grundlage Ihrer Stellenanzeige sollte ein maßgeschneidertes Anforderungsprofil sein. Setzen Sie sich daher in einem ersten Schritt gezielt mit dem Profil Ihres Wunschkandidaten auseinander. Welche Eigenschaften und Qualifikationen setzen Sie voraus? Sollte Ihr Minijobber eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können? Wenn ja, welche? Sind Sprachkenntnisse wichtig? Oder Berufserfahrung in einer bestimmten Branche? Bedenken Sie bei der Auseinandersetzung mit dem Anforderungsprofil aber nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch andere Eigenschaften. Wie wichtig sind Ihnen Selbstständigkeit, ein serviceorientiertes Auftreten oder dass Ihr neuer Mitarbeiter ein Organisationstalent ist? Stellen Sie sich Ihren Wunschkandidaten vor und halten Sie alles schriftlich fest. Erstellen Sie daraus ein konkretes Anforderungsprofil für den ausgeschriebenen Minijob.

In einem zweiten Schritt sollten Sie sich darüber Gedanken machen, über welches Medium Sie einen neuen Mitarbeiter suchen möchten. Überlegen Sie sich dafür, wen Sie ansprechen möchten und über welches Medium Ihre Zielgruppe eher nach einer Anstellung für eine geringfügige Beschäftigung suchen würde. Natürlich müssen Sie nicht bei einem Medium bleiben, sondern können so viele Kanäle nutzen, wie Sie mögen.

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel das Schalten einer Anzeige über ein Online-Jobbörse wie diese. Doch auch die Karriereseite Ihrer Unternehmenshomepage könnte Sie zum richtigen Kandidaten führen. Um Ihre Reichweite bei der Mitarbeitersuche zu erhöhen, empfiehlt sich ebenfalls das Informieren Ihrer persönlichen Kontakte über Ihr Vorhaben. Denn häufig kennen die Kontakte aus Ihrem beruflichen Netzwerk interessante Bewerber, die sie Ihnen vorstellen können.
Von Jana Fast

© Monkey Business Images / shutterstock.com

 

© wavebreakmedia / www.shutterstock.com