Schülerjobs - Wichtige Informationen und Tipps für Schüler und Eltern


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Viele Schülerinnen und Schüler möchten mit einem Minijob ihr Taschengeld aufbessern. Dabei ist nicht jeder 450-Euro-Job für Minderjährige erlaubt. Kinder und Jugendliche werden über das Jugendarbeitsschutzgesetz besonders geschützt. Sie dürfen keiner Tätigkeit nachgehen, die sie physisch als auch psychisch überfordern könnte. Arbeiten mit gefährlichen Stoffen sind absolut verboten, genauso wie Minijobs, bei denen eine erhöhte Unfallgefahr besteht. Überall dort, wo Kälte, Hitze, oder Lärm herrschen, ist es Schülern ebenfalls untersagt, einer geringfügigen Beschäftigung nachzugehen. Schüler, die unbedingt einer Nebentätigkeit nachgehen möchten, egal ob während der Schulzeit oder in der Ferien, sollten folgende Bestimmungen kennen: 

Schüler zwischen 13 und 15 Jahren 

Wer jünger als 13 Jahre alt ist darf übrigens gar nicht arbeiten, denn dies würde unter Kinderarbeit fallen und diese ist in Deutschland verboten. Sobald man jedoch das dreizehnte Lebensjahr erreicht hat, besteht die Möglichkeit, einer für Kinder geeigneten Arbeit nachzugehen. Dafür ist aber eine Einverständniserklärung der Eltern beim Arbeitgeber abzugeben. Schüler zwischen 13 und 15 Jahren gelten vor dem Gesetz noch als Kinder: Ihre Arbeitszeit darf täglich maximal zwei Stunden betragen und darf nicht vor oder während der Schulzeit erbracht werden. Ab 18 Uhr ist übrigens Schluss, denn in diesem Alter darf nur zwischen 8 und 18 Uhr gearbeitet werden. 

Nebenjobs, die für diese Altersgruppe geeignet wären, sind beispielsweise das Verteilen von Prospekten und Zeitungen. Auch das Ausführen von einem Hund, oder das Füttern von anderen Haustieren kommt in Frage. In der Großstadt eher schwierig, doch in ländlichen Gebieten ist auch das Helfen auf einem Bauernhof und in der Landwirtschaft eine geeignete Nebenbeschäftigung, so lange keine körperlich schweren Aufgaben zur Arbeit gehören. 

Schüler zwischen 15 und 18 Jahren 

In diesem Alter gelten Schülerinnen und Schüler als Jugendliche, sind vor dem Gesetz allerdings immer noch Kinder. Im Jugendarbeitsschutzgesetz gilt man so lange als Kind, so lange man auch Schulpflichtig ist. Schüler zu sein ist somit quasi die „Hauptbeschäftigung“. Ein Minijob darf Schüler nicht in so einem Maße vereinnahmen, dass die schulischen Pflichten vernachlässigt werden. Deshalb gilt auch ab 15 Jahren: Die Arbeitszeit des Minijobs darf zwei Stunden am Tag nicht überschreiten. 

Einen Unterschied zu Schülern unter 15 Jahren gibt es allerdings: Ferienjobs sind erlaubt. Und für Ferienjobs gelten andere Bestimmungen als für 450-Euro-Jobs während der Schulzeit. In den Ferien dürfen 15-18-jährige bis zu acht Stunden am Tag arbeiten, maximal 40 Stunden pro Woche. Allerdings darf der Ferienjob jährlich nicht länger als vier Wochen betrieben werden. Dann ist auch hier zum Schutz des Kindes Schluss. 

Ab dem 16. Lebensjahr haben viele Jugendliche ihre Schulpflicht erfüllt. Somit gelten für sie auch andere Arbeitszeiten. Erlaubt ist jetzt eine Arbeitszeit zwischen 6 Uhr und 20 Uhr. 

Lohnsteuer, Sozialabgaben, Renten- und Krankenversicherung

Für Schülerinnen und Schüler gelten die gleichen Regeln wie auch für volljährige Minijobber. Mit einem Unterschied: Es entfällt die Arbeitslosenversicherung, denn Hauptbeschäftigung bleibt ja nach wie vor die Schule, somit können Schüler auch nicht arbeitslos werden selbst wenn sie den Minijob verlieren. Wer einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht, unterliegt der Versicherungspflicht. Der Arbeitgeber zahlt alle Beiträge zur Kranken-, Pflege-, und Rentenversicherung. Abgaben haben die Schüler keine, lediglich der Arbeitgeber zahlt Pauschalbeiträge an das Finanzamt. 

Weitere Infos zu diesem Thema gibt es beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales: http://www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/a707-klare-sache-jugendarbeitsschutz-und-kinderarbeitsschutzverordnung.html rel "nofollow"

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