Kurzfristiger Minijob


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Die Semesterferien stehen an? Muss die Zeit bis zur neuen Beschäftigung überbrückt werden? Die Gründe für eine "kurzfristig ausgeführte" Beschäftigung können vielfältig sein.

Was versteckt sich hinter einem kurzfristigen Minijob? Beamtendeutsch leicht gemacht. Generell liegt eine kurzfristige Beschäftigung dann vor, wenn von vorneherein klar ist, dass die Beschäftigungsdauer von zwei Monaten oder aber 50 Kalendertagen nicht überschritten wird. Die Besonderheit bei einer derartigen Beschäftigung ist, dass die Vergütung völlig unerheblich ist.

Wichtig zu wissen, das beim Zwei-Monatszeitraum von einer Fünftagewoche ausgegangen wird.
Kommt man hingegen auf eine Viertagewoche oder aber weniger, tritt automatisch die 50-Tage-Regel in Kraft. Bei dieser gilt es, die Übersicht zu behalten. Jedes Arbeitsverhältnis muss genauestens dokumentiert werden. Stellt sich heraus das die 50 Tage nicht nur bei einem Arbeitgeber, sondern bei mehreren vollzogen wurden, gibt als Obolus noch 10 weiteren Tage on Top. Macht in Summe 60 ganze Tage.

Worauf gilt es zu achten? Richtig, die Vertragsbedingungen.

Ist nämlich abzusehen, dass die Beschäftigung sich vom Arbeitsablauf ständig wiederholt, oder aber der Zeitraum vertraglich überschritten wird, gilt automatisch ein reguläres 450 Euro Anstellungsverhältnis.

Wichtig ist demnach, dass der Arbeitgeber die Arbeitsverträge entsprechend befristet und kenntlich macht "aus welchen Gründen" eine kurzfristige Beschäftigung vorliegt.

Was ebenfalls sauer aufstößt, ist die Absicht das mit der "kurzfristigen Beschäftigung" der Lebensunterhalt bestritten wird. Demnach müssen Beweise erbracht werden, welche gewährleisten, dass der Lebensunterhalt auch ohne diese Form der Beschäftigung gesichert ist. Nachfolgend ein Beispiel.

Nehmen wir an, ein Berufsmusiker geht auf 50 Gigs im Jahr. Anstatt der üblichen Gagen auf selbstständiger Basis könnte man ja, für einen Tag eine "kurzfristige Beschäftigung" vereinbaren. Die Voraussetzungen wären theoretisch erfüllt. Zumindest bei diesem Auftrag wäre es eine nicht wiederkehrende Tätigkeit. Jedoch tritt dann Regel eins in Kraft, dass damit nicht der Lebensunterhalt bestritten werden darf. Letztlich sollte klar sein, dass man selbstständige Tätigkeiten, welche beim Finanzamt anmelden muss, nicht galant umschiffen kann.

von Anna K. D.

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