Kündigung und Kündigungsschutz im Minijob


© Monkey Business Images / shutterstock.com
Ihnen wird von heute auf morgen der Minijob gekündigt? Vielleicht wurde einfach nur telefonisch gesagt, Sie brauchen nicht mehr wiederzukommen? Ganz so einfach kann es sich der Arbeitgeber nicht machen. Sie unterliegen nämlich dem Kündigungsschutz. Als Minijobber gelten Sie in Deutschland als vollwertiger Arbeitnehmer und werden laut Gesetz als Teilzeitbeschäftigter anerkannt.

Die Voraussetzung ist, dass der Betrieb in dem Sie beschäftigt sind, mindestens zehn Arbeitnehmer hat. Auszubildende bleiben hierbei unberührt. Ein Rechenexempel wird es erst dann, wenn es eine Mischung aus Voll- und Teilzeitmitarbeitern ist. Teilzeitmitarbeiter werden anteilig berechnet.

Ein weitere Ausnahme welche die gesetzliche Kündigungsfrist umgeht, ist die kurzzeitige Beschäftigung von maximal drei Monaten. Ist nämlich von vorneherein klar, dass die Aushilfskraft für einen kurzen Zeitraum eingesetzt ist, kann der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag eine gesonderte Kündigungsfrist festsetzen. Alle über diesen Zeitraum andauernden Arbeitsverhältnisse unterliegen dem Kündigungsschutz. Unberührt sind hiervon außerdem allgemeingültige Tarifverträge. Diese werden vom Arbeitgeber i.d.R ausgehändigt, können aber auch im Netz nachgelesen werden.

Wir beschäftigen uns aber mit dem Regelfall. Eine Kündigung kann immer zum 15ten oder zum Ende eines Kalendermonats ausgesprochen werden. Der Einfachheit halber sind nachfolgend die gesetzlichen Kündigungsfristen aufgeführt.

Bei einer Beschäftigungsdauer

* bis zu 2 Jahren -> 1 Monat
* bis zu 5 Jahren -> 2 Monate
* bis zu 8 Jahren -> 3 Monate
* bis zu 10 Jahren -> 4 Monate
* bis zu 20 Monaten -> 7 Monate

von Anna K. D.

© Monkey Business Images / shutterstock.com

 

© pikselstock / shutterstock.com

 

© www.BillionPhotos.com / shutterstock.com