Entgeltfortzahlung im Minijob


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Jeden erwischt es mal. Husten, Schnupfen, Heiserkeit? Was passiert, wenn man plötzlich schwanger wird und wie wird mit gesetzlichen Feiertagen umgegangen? Die Antworten finden Sie hier.

Im Krankheitsfall unterscheidet sich der Minijob nicht von einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Aus welchem Grund auch immer Sie arbeitsunfähig sind und dem Arbeitgeber ein Attest vorliegt, ist dieser verpflichtet, das Entgelt weiterhin zu zahlen. Nach sechs Wochen ist natürlich auch hier Schluss und die Krankenkasse wird namentlich zur Kasse gebeten.

Sie erwarten ein Baby?

Auch hier gilt, Gesetz ist Gesetz! Liegt ein Beschäftigungsverbot im Sinne des Mutterschutzgesetzes vor, darf unter keinen Umständen weiter gearbeitet werden.

Die letzten sechs Wochen vor einer Geburt und acht Wochen nach der Entbindung, gelten als Mutterschutz. Diesen muss der Arbeitgeber gewähren. Handelt es sich sogar um Zwillinge oder mehr Kinder, sind es nach der Geburt zwölf Wochen. In dieser Zeit wird das sogenannten Mutterschaftsgeld gezahlt und anschließend vom Elterngeld abgelöst, welches dann aber aus der staatlichen Kasse fließt.

Die Feiertagsregelung

Als sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Vollzeit ist völlig klar - an Feiertagen wird nicht gearbeitet, dennoch werden diese vergütet. Bei Minijobbern hingegen, muss gewährleistet sein das der Beschäftigte an diesem Tag auch gearbeitet hätte. Zum besseren Verständnis gibt es ein kleines Beispiel:

Das Mittelstandsunternehmen X beschäftigt von montags bis freitags für 1,5 Stunden Mitarbeiterin Y als Reinigungskraft. Fällt ein Feiertag auf einen Wochentag, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, das Entgelt zu bezahlen. Jedoch kommt es bei Minijobs aber auch durchaus vor, dass beispielsweise eine Bürokraft ausschließlich donnerstags und freitags arbeitet. Was dann? An Ostermontag bekommt sie demnach keine Vergütung, an Karfreitag hingegen schon.

Final bedeutet das, ist abzusehen, dass der Arbeitnehmer für gewöhnlich an diesem Werktag gearbeitet hätte, wird ihm dieser auch vergütet.

von Anna K. D.

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