Unfallversicherung: Arbeitsunfall bei Minijob


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Minijobber müssen nicht nur bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden, sondern auch bei einer Unfallversicherung. In der Regel wird diese von der zuständigen Berufsgenossenschaft übernommen. Jeder Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung für seinen Minijobber zu zahlen. Das gilt sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich. Der Beitrag beläuft sich auf 1,6 % des Arbeitsentgelts und wir zwei Mal jährlich eingezogen.
Achtung: Eine private Unfallversicherung des Arbeitnehmers ersetzt nicht die gesetzliche Unfallversicherung!

Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, müssen genauso wie wie alle anderen Arbeitnehmer gesetzlich unfallversichert sein. Was den Umfang der Leistungen der Versicherung betrifft, so ist auch dies identisch. Denn dafür Zuständig ist die jeweilige Berufsgenossenschaft. Arbeitgeber, die eine Aushilfstätigkeit anbieten, müssen ihren Minijobber daher auch bei der Berufsgenossenschaft melden.

Unfallschutz für Minijobber

Ein ausreichender Unfallschutz sollte immer gewährleistet werden, denn ein Arbeitsunfall im Minijob ist schneller passiert, als man denkt. Vor allem im privaten Bereich, denn bekanntlich passieren die meisten Unfälle im Haushalt. Ihre Haushaltshilfe könnte beim Staubputzen von einem wackeligen Stuhl stürzten, beim Wischen auf dem nassen Fußboden ausrutschen, oder sich beim Kochen mit einem Messer verletzen. Im gewerblichen Bereich kann ebenso viel passieren, besonders wenn man einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht, in der schwere Lasten zu heben und tragen sind.

Der Abschluss einer gesetzlichen Unfallversicherung ist ein absolutes Muss. Denn auch auf dem Weg zum 450-Euro-Job können Unfälle passieren. Berufskrankheiten sind ebenfalls durch die Versicherung abgedeckt. Folgende Kosten bei einem Arbeitsunfall im Minijob werden übernommen:

- Behandlungskosten
- Kosten für Rehabilitationsmaßnahmen
- Kosten für Arznei- und Heilmittel
- Pflegekosten

Leistungen, wie Verletztengeld bei längerem Verdienstausfall, Übergangsgeld oder auch Leistungen bei Berufsunfähigkeit werden übernommen. Zudem zahlt die gesetzliche Unfallversicherung auch eine Rente an Versicherte, wenn diese bleibende Gesundheitsschäden erleiden.

Arbeitgeberpflichten bei einem Arbeitsunfall im Minijob

Sollte sich ein Arbeitsunfall im Minijob ereignen, so ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, diesen beim Unfallversicherungsträger zu melden, wenn dadurch ein Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen entsteht. Bei Massenunfällen, Unfällen mit schwerwiegenden Gesundheitsschäden, oder bei tödlichen Unfällen ist eine umgehende Meldung notwendig. Bei einer geringfügigen Beschäftigung im gewerblichen Bereich ist ebenfalls der Personal- sowie der Betriebsrat zu informieren. Solche Meldungen beim Versicherungsträger können direkt über ein Online-Formular im Internet erfolgen.

Bei einer Arbeitsunfähigkeit ist es die Pflicht des Arbeitgebers, dem Minijobber weiterhin sein Gehalt zu zahlen. Ist der Minijobber bei einem weiteren Arbeitgeber angestellt, so ist auch dieser dazu verpflichtet, eine Entgeltfortzahlung für bis zu 6 Wochen zu gewährleisten. Die Meldepflicht des Unfalles besteht jedoch bei dem Arbeitgeber, bei dem sich dieser auch ereignet hat.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/24_unfallversicherung/node.html

http://www.dguv.de/de/index.jsp

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