Mit der Kurzbewerbung zum neuen Minijob: So überzeugen Sie den Personaler!

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Inhaltsverzeichnis:
  1. Was ist eine Kurzbewerbung?
  2. Warum verlangen Personaler Kurzbewerbungen?
  3. Was ist der Inhalt einer Kurzbewerbung?
  4. Kurzbewerbung: Was gehört in das Anschreiben?
  5. Kurzbewerbung: Was gehört in den Lebenslauf?
  6. Wie wird die Kurzbewerbung verschickt?
  7. Ersetzt die Kurzbewerbung die vollständige Bewerbung?
  8. Wie geht es nach der Kurzbewerbung weiter?
  9. Wann kommen Kurzbewerbungen noch zum Einsatz?
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Egal ob Sie gerne als Nachhilfelehrer, in der Gastronomie oder im Verkauf arbeiten wollen: Bevor Sie Ihren Traumjob ergattern, müssen Sie in der Regel erst einmal Bewerbungen schreiben. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie einen Vollzeit-, Teilzeit- oder Minijob suchen. Die Bewerbung ist in den meisten Fällen Pflicht. Aber viele Arbeitgeber, die einen Minijob zu vergeben haben, verlangen keine vollständige Bewerbung, sondern nur eine Kurzbewerbung. Was ist das eigentlich und worauf kommt es dabei an? Wir erklären es Ihnen, damit Sie bald in Ihren neuen Minijob starten können.

Was ist eine Kurzbewerbung?

Wie der Name schon vermuten lässt, ist eine Kurzbewerbung eine sehr kurze Bewerbung. In der Regel besteht sie nur aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf. Auf die ganzen anderen Dokumente, die sonst eine Bewerbung ausmachen, wie Zeugnisse, Arbeitsproben oder Zertifikate, wird verzichtet. Eine Kurzbewerbung besteht meistens auch nur aus maximal zwei Seiten. Das bedeutet aber nicht, dass so viele Informationen wie möglich auf eine Seite gedrückt werden. Und genauso wenig, dass man mal eben so ein paar Eckdaten über sich auf einen Zettel schreibt. Es geht genauso wie bei einer ausführlichen Bewerbung darum, einen guten Eindruck zu hinterlassen – nur eben in knapperer Form.

Warum verlangen Personaler Kurzbewerbungen?

Personaler erhalten so gut wie täglich Bewerbungen. Nicht selten stapeln sich diese auf dem Schreibtisch und es kostet viel Zeit, sie alle zu bearbeiten. Dies wird natürlich erschwert, wenn jede Bewerbung auch noch viele Seiten lang ist. Denn so benötigt der Personaler viel länger, um zu beurteilen, welcher Bewerber denn nun am besten für die ausgeschriebene Stelle geeignet ist. Wenn sie allerdings nur Bewerbungen durchforsten müssen, die kurz und knapp sind, erhalten sie schneller einen Überblick.

Gerade bei Minijobs sind Kurzbewerbungen beliebt. Denn in der Regel verlangen Minijobs keine hochkarätigen Qualifikationen und oft ist den Personalern auch bewusst, dass geringfügige Beschäftigte nur für einen überschaubaren Zeitraum bleiben. Deswegen sparen sie sich oft den Aufwand, umfangreiche Bewerbungen zu lesen.

Was ist der Inhalt einer Kurzbewerbung?

Wie schon erwähnt, besteht eine Kurzbewerbung nur aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf. Beides sollte bestenfalls nicht länger als eine Seite sein. Das klingt erstmal nach wenig Arbeit, aber dieser Eindruck täuscht! Denn natürlich ist das Ziel der Bewerbung, den Personaler zu überzeugen. Bei einer Kurzbewerbung haben Sie dafür aber weniger Platz zur Verfügung als bei einer regulären Bewerbung. Sie stehen also vor der Herausforderung, Ihre ganzen Stärken, Fähigkeiten und Qualifikationen mit wenigen Worten zum Ausdruck zu bringen. Das kann manchmal schwieriger sein als lange, ausschweifende Texte zu formulieren!

Kurzbewerbung: Was gehört in das Anschreiben?

Für das Anschreiben in einer Kurzbewerbung gilt: In der Kürze liegt die Würze. Das bedeutet, dass Sie versuchen sollten, sich kurz zu fassen und direkt auf den Punkt zu kommen. Trotzdem muss das Anschreiben vollständig sein. Auf folgende Punkte müssen Sie auf jeden Fall eingehen, auch wenn Sie sich bewusst kurzfassen:

  • Ihre Kontaktdaten
  • Auf welche Stelle bewerben Sie sich?
  • Warum denken Sie, dass Sie für die Stelle geeignet wären?
  • Welche Stärken und Qualifikationen bringen Sie mit?
  • Warum wollen Sie den Job ausüben?

Kurzbewerbung: Was gehört in den Lebenslauf?

Der Lebenslauf soll kurz und knapp Ihren Ausbildungsweg und Ihren beruflichen Werdegang bildlich darstellen. In der Kurzbewerbung eignet sich dafür eine Tabelle sehr gut. Sie müssen auch nicht alle beruflichen Stationen nennen. Es reicht zum Beispiel, wenn Sie den höchsten Schulabschluss angeben. Auch ist es nicht notwendig, dass Sie jedes kurze Praktikum erwähnen. Beschränken Sie sich ruhig auf die Tätigkeiten, die Sie für wichtig und aussagekräftig halten. Außerdem sollten Sie auf jeden Fall die beruflichen Stationen nennen, die relevant für die ausgeschriebene Stelle sind.

Auf das Bewerbungsfoto, das seinen Platz oft oberhalb des Lebenslaufes findet, sollten Sie allerdings nicht verzichten. Denn wenn der Personaler schon einmal ein Bild von Ihnen zu Gesicht bekommen hat, bleiben Sie leichter im Gedächtnis. So ist es wahrscheinlicher, dass er sich an Sie erinnert und Sie zu einem Vorstellungsgespräch einlädt.

Wie wird die Kurzbewerbung verschickt?

Sie können Ihre Kurzbewerbung dem Personaler zum Einen per E-Mail zukommen lassen. Dafür erstellen Sie bestenfalls ein PDF-Dokument und verschicken dieses als Anhang einer E-Mail. Zum Anderen können Sie den postalischen Weg wählen. Dafür drucken Sie Ihre zweiseitige Bewerbung aus und legen sie in eine Klarsichthülle. Für die Kurzbewerbung ist es nicht notwendig, eine Bewerbungsmappe zu verwenden. Achten Sie trotzdem darauf, dass die Bewerbung nicht zerknickt verschickt wird. Tackern Sie die Bewerbung außerdem nicht.

Ersetzt die Kurzbewerbung die vollständige Bewerbung?

Die Kurzbewerbung ist eine Kurzform der vollständigen Bewerbung. Auf Arbeits- und Ausbildungszeugnisse, Qualifikationsnachweise und ein Deckblatt wird bei ihr verzichtet. Das heißt aber nicht, dass die Kurzbewerbung die vollständige Bewerbung auch ersetzt. Oft wird sie als Vorstufe für die reguläre Bewerbung benutzt. Das bedeutet, dass der Personaler zusätzlich eine komplette, ausführliche Bewerbung verlangen kann, wenn ihm der Inhalt der Kurzbewerbung zusagt.

Wichtig ist auch, dass Sie die Kurzbewerbung genauso sorgfältig wie die klassische Bewerbung erstellen. Das bedeutet: Achten Sie auf eine korrekte Rechtschreibung und die Vollständigkeit Ihrer Daten.

Wie geht es nach der Kurzbewerbung weiter?

Wie es nach der Kurzbewerbung weitergeht, ist unterschiedlich. Eine Möglichkeit ist, dass der Personaler noch die vollständigen Bewerbungsunterlagen anfordert, die Sie diesem unverzüglich zusenden sollten. Eine andere Möglichkeit ist, dass Sie direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Dies ist gerade bei Minijobs üblich, um Zeit zu sparen. Es wird also auf die vollständige Bewerbung verzichtet.

Trotzdem ist es wichtig, dass Sie eine Kurzbewerbung nur auf Wunsch des Arbeitgebers verschicken. Außerdem sollten Sie in der Bewerbung auf jeden Fall erwähnen, dass es sich um eine Kurzbewerbung handelt. Ansonsten könnte der Arbeitgeber denken, dass Sie Ihre Bewerbung unvollständig eingereicht haben. Das würde gleich einen schlechten Eindruck machen. Betonen Sie auch stets, zum Beispiel im Anschreiben, dass Sie auf Wunsch gerne auch eine vollständige Bewerbung nachreichen.

Wann kommen Kurzbewerbungen noch zum Einsatz?

Kurzbewerbungen kommen aber nicht nur bei Minijobs vor. Sie werden auch bei Job- und Karrieremessen sowie Recruiting-Events – zum Beispiel bei Speed Recruitings, bei dem man in kurzer Zeit viele Unternehmen kennenlernt – verwendet. Hintergrund ist, dass man dort bereits mit den Personalern ins Gespräch kommt und diesem dann ein paar mehr Informationen über die eigene Person in die Hand drücken möchte – und zwar mehr als nur die Kontaktdaten auf der Visitenkarte. Hierfür eignet sich eine Kurzbewerbung. Aber auch hierbei sollten Sie beachten: Die Kurzbewerbung ersetzt nicht die klassische Bewerbung. Auf Wunsch des Personalers sollten Sie diesem immer noch Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen zukommen lassen.

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