Minijobs im Lebenslauf: So punkten Sie mit der Bewerbung!

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Inhaltsverzeichnis:
  1. Was macht einen guten Lebenslauf in der Bewerbung aus?
  2. Minijobs im Lebenslauf angeben – so geht’s richtig!
    1. Minijob: KassiererInnen und VerkäuferInnen
    2. Minijob: Servicekräfte und KellnerInnen
    3. Minijob: PromoterInnen und Messehostessen
  3. Minijobs: Die beste Vorbereitung auf die Berufswelt!
  4. Das sollten Sie im Lebenslauf lieber verschweigen!
    1. Arbeitslosigkeit
    2. Zu kurze Beschäftigungen
    3. Kündigungsgründe
    4. Kriminelle Vergangenheit
    5. Krankheit
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Die Bewerbung um einen neuen Job bedeutet immer wieder die Optimierung des eigenen Lebenslaufes. Natürlich möchten Sie mit Ihrer Bewerbung bei dem möglichen neuen Arbeitgeber punkten, doch gelingt das auch mit der Angabe von Minijobs? Selbstverständlich! Insbesondere während des Studiums ist das Ausüben von Nebenjobs in verschiedenen Bereichen, die grundsätzlich nichts mit der akademischen Ausbildung zu tun haben, ganz normal. Wir erklären Ihnen im Folgenden, wie Sie mit Ihren Nebenbeschäftigungen im Lebenslauf sogar aus der Bewerbermasse herausstechen und was Sie allgemein beachten sollten!

Was macht einen guten Lebenslauf in der Bewerbung aus?

Selbst der beste Bildungsabschluss und die herausragendste berufliche Erfahrung sind nebensächlich, wenn die Bewerbung und der Lebenslauf nicht den Vorgaben entsprechen, bzw. richtig aufgebaut sind. Damit Sie mit Ihrer Bewerbung um die neue Stelle punkten, sollten Sie daher die folgenden Grundsätze beherzigen:

  • Persönliche Informationen kurz halten!
    Sie sollten familiäre Details und zu persönliche Informationen, wie Ihren ethnischen Hintergrund oder Ihre aktuelle Lebenssituation, in der Bewerbung nicht erwähnen. Nennen Sie lediglich Ihren Namen, den derzeitigen Wohnort und Ihre relevanten Kontaktdaten.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kompetenzen!
    Welche relevanten Fähigkeiten haben Sie bereits erlernt? Wo liegen Ihre Stärken in Bezug auf die zu besetzende Position? Versuchen Sie Ihrem neuen Arbeitgeber einen guten kategorisierten Überblick über Ihre Kompetenzen, wie etwa Sprach- oder EDV-Kenntnisse, zu geben.
  • Nennen Sie relevante Berufserfahrung!
    Das heißt nicht, dass Minijobs neben dem Studium keine Bedeutung für die neue Stelle haben. Allerdings sollten Sie bei der Auswahl zu nennender beruflicher Erfahrung stets auf die Relevanz für die Position, auf die Sie sich bewerben, achten.
  • Verleihen Sie Ihrer Persönlichkeit Ausdruck!
    Immer mehr Unternehmen suchen Ihre Mitarbeiter nicht nur nach der beruflichen Erfahrung, sondern vor allem aufgrund der Persönlichkeit aus. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um sich von Ihrer besten Seite zu zeigen und eventuell auf Ihren eigenen Blog zu verweisen oder Ihr freiwilliges Engagement. Auch ein persönlich gestaltetes Design verleiht Ihrer Bewerbung zusätzlich Individualität.

Minijobs im Lebenslauf angeben – so geht’s richtig!

Wie Sie gesehen haben, gibt es verschiedene Kriterien, die Sie in Ihrem Lebenslauf beachten sollten. Fälschlicherweise glauben viele, dass Minijobs in einer guten Bewerbung nicht genannt werden dürfen. Allerdings kommt es dabei viel mehr darauf an, wie Sie Ihre Wahl des Nebenjobs begründen, denn so gut wie jede Tätigkeit birgt die Möglichkeit, individuelle Stärken und Schwächen zu optimieren. Wir stellen Ihnen drei Beispiele vor, in denen Minijobs in einer bestimmten Branche berufliches und persönliches Wachstum ermöglichen.

Minijob: KassiererInnen und VerkäuferInnen

Insbesondere für Studierende sind Minijobs an der Kasse eines Supermarktes oder im Verkauf in Einzelhandelsgeschäften eine gute Möglichkeit, um neben der Uni und den eventuellen BAföG-Zahlungen noch etwas dazuzuverdienen.

In erster Linie bringt jeder Minijob natürlich eine gewisse Erfahrung und ein Kennenlernen der eigenen Berufswünsche und Kompetenzen mit sich. Daneben ist ein Nebenjob als KassiererIn und VerkäuferIn selbstverständlich von einem anstrengenden beruflichen Alltag geprägt und erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, Zuverlässigkeit und Auffassungsvermögen.

Genau diese erworbenen Stärken können Sie auch in jeder Bewerbung hervorheben, denn erst in der beruflichen Praxis und im harten Arbeitsalltag werden sie ausgeprägt und optimiert.

Minijob: Servicekräfte und KellnerInnen

Viele junge Menschen üben einen Minijob in der Gastronomie aus, um beispielsweise neben dem Studium oder auch parallel zum Vollzeitjob an den Wochenenden bis zu 450 Euro dazuzuverdienen. Der große Vorteil von einem Nebenjob als KellnerIn ist, dass Sie zusätzlich zum Gehalt oder Lohn im Laufe jeden Arbeitstages ein bestimmtes Trinkgeld erhalten. Damit sind Nebenbeschäftigungen in der Gastronomie besonders lukrativ.

Zu den finanziellen Vorteilen eines Minijobs im Service von Bars, Restaurants oder Kneipen kommen wichtige Kompetenzen, die durch einen stressigen Job gefördert werden. Sie kommunizieren häufig mit anspruchsvollen Gästen, wodurch Sie perfekt auf Positionen mit direktem Kundenkontakt, wie den Vertrieb, vorbereitet sind.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das enorme Stresslevel und die körperliche Anstrengung eines Nebenjobs in der Gastronomie – dadurch lernen Sie, mit psychischen und physischen Herausforderungen unter Zeitdruck umzugehen, was sehr gefragte Kompetenzen in fast jedem Beruf sind.

Minijob: PromoterInnen und Messehostessen

Beliebte Minijobs unter allen, die bereits einer Hauptbeschäftigung nachgehen, sind Messe- und Promotionsjobs. Die flexiblen Einsatzzeiten ermöglichen das Arbeiten an Wochenenden oder in den Ferien, was jedoch sehr anstrengend sein kann.

Die Arbeit auf Messen oder Werbeveranstaltungen kann je nach Branche als Dienstleistung oder journalistische Tätigkeit gesehen werden und bereitet damit perfekt auf zukünftige Berufe in Marketing und Kommunikation vor.

Neben den erlernten Kompetenzen für den späteren Beruf, bieten Promotions- und Messejobs die Möglichkeit, Kontakte mit Angestellten und Führungskräften verschiedener Branchen zu knüpfen – dazu gehören konkret Sportmessen, Modewochen oder auch Game-Conventions.

Minijobs: Die beste Vorbereitung auf die Berufswelt!

Selbstverständlich punkten Sie in Ihrer Bewerbung mit berufsspezifischen Praktika, die Sie gezielt auf die zu besetzende Position vorbereiten. Allerdings sind Unternehmen sich auch bewusst, dass insbesondere 450-Euro-Jobs die beste Möglichkeit darstellen, bereits vor Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums Geld zu verdienen und erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Wichtig ist, dass Sie die erlernten Kompetenzen aus Nebenbeschäftigungen als sogenannte Soft Skills hervorheben und als Ergänzung Ihrer fachlichen Kenntnisse sehen. Jegliche Arbeitserfahrung bringt eine gewisse soziale Kompetenz mit sich, die im Umgang mit Kunden und Kollegen bereits in einem Minijob erlernt und ausgebaut werden kann. Außerdem wird berufliche Aktivität grundsätzlich mit Engagement und Eigenständigkeit in Verbindung gebracht – Eigenschaften die jeder Arbeitgeber gerne bei Bewerbern sieht.

Das sollten Sie im Lebenslauf lieber verschweigen!

Minijobs in der Bewerbung anzugeben kann sogar besonders förderlich sein, da Sie so nicht nur mit Ihren gesammelten Kenntnissen, sondern auch den notwendigen Soft Skills punkten können. Allerdings gibt es einige Punkte, die Sie im Lebenslauf lieber verschweigen sollten, um positiv aus der Bewerbermasse herauszustechen.

Arbeitslosigkeit

Heutzutage sind kurze Phasen der Arbeitslosigkeit keine Seltenheit, allerdings sollten Sie versuchen, diese Zeit im Lebenslauf mit sinnvollen Tätigkeiten zu füllen.

Geeignetes Füllmaterial stellen etwa freiberufliche Tätigkeiten, Qualifikationen oder Weiterbildungen, Nebenbeschäftigungen oder ehrenamtliche Arbeiten dar. Falls diese Möglichkeiten für Sie nicht infrage kommen, beschrieben Sie Ihre Arbeitslosigkeit eher als Bewerbungsphase oder berufliche Neuorientierung.

Zu kurze Beschäftigungen

Falls Sie häufig Ihren Job gewechselt haben oder nur kurze Zeit angestellt waren, irritiert das einen neuen Arbeitgeber. Wenn Sie beispielsweise bereits in Probezeit entlassen wurden, verschweigen Sie die kurze Tätigkeit lieber.

Unterschiedliche kürzere Jobs in der gleichen Branche, wie etwa im Einzelhandel, können zum Beispiel als „Erfahrung im Verkauf“ zusammengefasst werden.

Kündigungsgründe

Es liegt auf der Hand, dass die Angabe von Kündigungsgründen in der Bewerbung und im Lebenslauf nichts zu suchen hat. Daher sollten Sie den Grund lediglich nennen, wenn es Ihrem eigenen Vorteil dient.

Kriminelle Vergangenheit

Falls die Bewerbungsvorgaben das Anfügen des polizeilichen Führungszeugnisses nicht verlangen, Sie jedoch kleine Gesetzesbrüche begangen haben, sollten Sie dies in jedem Fall für sich behalten. Gleiches gilt selbstverständlich auch für härtere Vergehen oder sogar eine Gefängnisstrafe.

Krankheit

Lange oder schwere Erkrankungen können bei Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber Zweifel über Ihre Strapazier- und Leistungsfähigkeit aufkommen lassen. Grundsätzlich sollten Sie sich daran halten, dass die persönliche Gesundheit Privatsache ist und im Lebenslauf nicht erwähnt werden muss.

Bei einer großen Lücke in Ihrer beruflichen Laufbahn aufgrund einer Krankheit, ist es natürlich angeraten, diese auch damit zu erklären.

Damit Sie durch Ihre Bewerbung bei dem potenziellen neuen Arbeitgeber punkten, sollten Sie insbesondere in Ihrem Lebenslauf einige Grundsätze beherzigen. So sind in erster Linie berufliche Kompetenzen und persönliche Stärken hervorzuheben. Daneben sollten zu kurze Beschäftigungen und längere Krankheitsphasen eher verschwiegen werden. Die Angabe von Minijobs ist hingegen äußerst sinnvoll und dient im Lebenslauf vorrangig als Untermalung persönlicher Soft Skills und bestimmter berufsrelevanter Kernkompetenzen. Sie sollten lediglich darauf achten, Ihre Nebenjobs selbstbewusst und sinnvoll zu begründen!

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